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Börsengang soll Spiele-Anbieter Zynga Milliarden bringen

Der Internetspiele-Anbieter Zynga, der unter anderem das virtuelle Landwirtschaftsspiel “Farmville” bei Facebook betreibt, will durch seinen B?rsengang mehr als eine Milliarde Dollar einnehmen. Nach an die US-B?rsenaufsicht SEC übermittelten Unterlagen will Zynga 115 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von bis zu zehn Dollar verkaufen, das w?ren bis zu 1,15 Milliarden Dollar (740 Millionen Euro).

Der Unternehmenswert wird auf sieben Milliarden Dollar angesetzt. Das kalifornische Unternehmen teilte zugleich mit, dass sein Gründer Mark Pincus künftig 36,2 Prozent der Stimmanteile halten werde. Der B?rsengang k?nnte nach Angaben von Beobachtern in den kommenden zwei Wochen über die Bühne gehen.

Zynga ist mit Online-Spielen wie Farmville, Cityville und Mafia Wars nach eigenen Angaben Marktführer. Monatlich nutzen nach Unternehmensangaben weltweit rund 227 Millionen Internetnutzer die Spiele. Der Umsatz von Zynga verdoppelte sich 2010 binnen eines Jahres auf mehr als 597 Millionen Dollar, in den ersten neun Monaten dieses Jahres schnellte er auf rund 829 Millionen Dollar hoch.

Der geplante B?rsengang wird angesichts der Unruhen an den M?rkten mit Spannung erwartet: Die Aktien der in den USA erst kürzlich an die B?rse gegangenen Internet-Firmen Groupon und Angie’s List liegen derzeit unter dem Ausgabekurs. Kritiker warnen bereits vor einer drohenden Internet-Blase an den B?rsen.

Auf die Haut geschneidert

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Nackter Mann in Paris inszeniert Selbstverbrennungsversuch

Ein nackter Mann hat am Montag vor der B?rse in Paris eine versuchte Selbstverbrennung inszeniert, um gegen das Bankensystem und die Finanzm?rkte zu protestieren. Der 51-J?hrige setzte Benzinpfützen vor der B?rse in Brand und schrie dazu “Stoppt New York, stoppt die City, stoppt Paris, stoppt die B?rsen!” Ein Feuerwehrmann konnte den Brand mit einem Feuerl?scher rasch l?schen.

EZB senkt Leitzins wieder auf historischen Tiefstand

Die Europ?ische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins für die Euro-Zone auf 1,0 Prozent gesenkt. Der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB mit Geld versorgen k?nnen, verringert sich damit um 0,25 Prozentpunkte, wie EZB-Pr?sident Mario Draghi in Frankfurt am Main sagte. Ihre Wachstumsprognosen für die Euro-Zone korrigierten die W?hrungshüter deutlich nach unten.

Die Notenbank senkte den Leitzins damit den zweiten Monat in Folge. W?hrend der EZB-Rat die Entscheidung zur Zinssenkung im November aber noch einstimmig getroffen hatte, sei der Entschluss diesmal nicht mit den Stimmen aller Ratsmitglieder gefallen, sagte Draghi. “Die Meinungen waren verschieden”, sagte der EZB-Pr?sident. “Ob die Notenbank den Leitzins künftig noch weiter absenken werde, lie?t Draghi offen. “Wir legen uns im Voraus nicht fest”, sagte er.

Unter dem Eindruck der Euro-Krise entschied der EZB-Rat au?erdem, die Hilfsprogramme für Gesch?ftsbanken auszuweiten. Damit diese sich ausreichend mit Geld versorgen k?nnen, bietet die Notenbank den Instituten nun Refinanzierungsgesch?fte mit dreij?hriger Laufzeit an. In normalen Zeiten leiht sie den Banken nur Geld über einige Wochen oder Monate.

Ihre Wachstumsprognosen für 2012 korrigierten die W?hrungshüter deutlich nach unten. Sie sagen nur noch ein Wirtschaftswachstum zwischen -0,4 Prozent und +1,0 Prozent voraus. Noch im September waren die Volkswirte der EZB von einem Wachstum zwischen 0,4 und 2,2 Prozent ausgegangen. Für 2013 rechnen die W?hrungshüter wieder mit einer leichten konjunkturellen Erholung, wie Draghi sagte. In dem aktuell wirtschaftlich angespannten Umfeld werde die Inflation vermutlich nicht weiter ansteigen. Für 2012 gehe die EZB noch von einer Teuerungsrate von 1,5 bis 2,5 Prozent aus.

Die Bankenbranche begrü?te die Entscheidung der W?hrungshüter. Die Geldpolitik bef?nde sich nun zwar auf einem “ausgesprochen expansiven Kurs”, teilte der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) mit. Doch sei der Zinsschritt angesichts der Abw?rtsrisiken für die Konjunktur und der Erwartung eines nachlassenden Teuerungsdrucks vertretbar.

Noch wichtiger als die Leitzinssenkung seien die Entscheidungen zur Stützung der Banken, erkl?rte der Hauptgesch?ftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BDB), Michael Kemmer. Sie machten “das europ?ische Bankensystem insgesamt widerstandsf?higer”.

Die B?rsen reagierten entt?uscht auf die Absage Draghis an einen von vielen erhofften massiven Aufkauf von Staatsanleihen. Der deutsche Aktienindex schloss mit einem Minus von 2,0 Prozent gegenüber dem Vortag bei 5874 Punkten, die B?rse in Mailand ging mit minus 4,29 Prozent aus dem Handel.

Aktie des Tages: RWE

Essen (dapd). Deutschlands gr??ter Stromproduzent RWE verschafft sich mit einer Kapitalerh?hung und dem Verkauf eigener Aktien dringend ben?tigten neuen finanziellen Spielraum. Der durch die Energiewende unter Druck geratene Stromriese kündigte am Montagabend an, er werde 52,3 Millionen neuen Aktien ausgeben und au?erdem 28,1 Millionen Aktien aus Eigenbesitz verkaufen.

Dies entspricht zusammen rund 15 Prozent des Grundkapitals und dürfte dem Konzern mehr als zwei Milliarden Euro an zus?tzlichen Mitteln einbringen. Die Aktien sollen an institutionelle Anleger gehen. Die RWE-Aktion?re haben nur bei den Aktien aus Eigenbesitz ein Bezugsrecht.

dapd

Generalstreik legt Teile Griechenlands lahm

In Griechenland hat ein Generalstreik Teile des Landes am Donnerstag lahmgelegt. Der Ausstand betraf unter anderem den F?hr- und Bahnverkehr sowie den ?ffentlichen Dienst. Auch mehrere Banken blieben geschlossen. Der Flugverkehr sowie die Athener U-Bahn und B?rse funktionierten unterdessen normal. Busse fuhren drei Stunden lang nicht und sollten den Betrieb am Abend ganz einstellen. Für den sp?ten Vormittag waren in Athen und Thessaloniki Gro?demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung vorgesehen. Der Haushaltsentwurf für 2012, der auf Gehei? der Gl?ubiger EU und Internationaler W?hrungsfonds (IWF) strikte Sparma?nahmen und Steuererh?hungen vorsieht, soll am Dienstag im Parlament verabschiedet werden.

Generalstreik in Griechenland wegen Sparpolitik

In Griechenland haben im Zuge eines Generalstreiks zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Athen gingen nach Polizeiangaben 17.000 Menschen auf die Stra?e. Zahlreiche Beh?rden blieben geschlossen, Zug- und F?hrverbindungen waren eingeschr?nkt. Ministerpr?sident Lucas Papademos bekr?ftigte jedoch seinen Willen zur Umsetzung der Sparma?nahmen.

Auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament in Athen versammelten sich unter starken Sicherheitsvorkehrungen rund 3000 Demonstranten. Wie das Staatsfernsehen berichtete, warfen rund 150 Jugendliche im Stadtteil Exarchia Brands?tze und steckten ein Auto in Brand. Auch in der n?rdlichen Stadt Thessaloniki nahmen etwa 6000 Menschen an Gewerkschaftsprotesten teil. Der Generalstreik im Oktober hatte landesweit noch 120.000 Menschen mobilisiert.

Der Flugverkehr sowie die Athener U-Bahn und B?rse liefen normal. Busse fuhren mehrere Stunden nicht. Die Gewerkschaft des ?ffentlichen Diensts, ADEDY, und die für den Privatsektor, GSEE, kritisieren die anstehenden Massenentlassungen sowie die Lohnkürzungen. Es war der erste Generalstreik gegen die neue Regierung der nationalen Einheit unter dem ehemaligen Banker Papademos und der sechste Generalstreik in diesem Jahr.

Die Proteste richteten sich auch gegen die verbreitete Steuerhinterziehung, durch die dem Staat nach EU-Angaben rund 60 Milliarden Euro Einnahmen entgehen. Viele der Demonstranten waren zudem emp?rt über die drastischen Lohnkürzungen, durch die ihr Einkommen in den vergangenen zwei Jahren teilweise um die H?lfte reduziert wurde. Andere forderten Ma?nahmen zur St?rkung der Wirtschaft statt weitere Einschnitte. Griechenland befindet sich in einer tiefen Rezession.

Der Haushaltsentwurf für 2012, der auf Druck der Europ?ischen Union und des Internationalen W?hrungsfonds (IWF) weitere strikte Sparma?nahmen und Steuererh?hungen vorsieht, soll am Dienstag im Parlament verabschiedet werden. In einem Brief an EU und IWF versprach Papademos am Donnerstag ungeachtet der Proteste, die im Oktober beschlossenen Sparma?nahmen umzusetzen. Dies sei “entscheidend, um das langfristige Wohlergehen des griechischen Volkes zu verbessern”.

Aktie des Tages: ThyssenKrupp

Essen (dapd). Milliardenverlust bei ThyssenKrupp: Massive Probleme mit dem neu gebauten Stahlwerk in Brasilien und die beabsichtigte Trennung vom Edelstahlgesch?ft haben Deutschlands gr??ten Stahlproduzenten tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Unter dem Strich wies der Essener Stahlriese am Freitag für das Gesch?ftsjahr 2010/2011 einen Verlust von knapp 1,8 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 927 Millionen Euro gemacht.

Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch waren nach Angaben des Unternehmens Wertberichtigungen von insgesamt 2,9 Milliarden Euro bei der Tochter Steel Americas und der Edelstahltochter Inoxum.

Doch auch der Blick in die Zukunft f?llt bei ThyssenKrupp zurzeit eher düster aus. Das laufende Gesch?ftsjahr werde nicht einfach, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger. Im Ende des Monats ablaufenden ersten Quartal rechnet der Konzern wegen der Probleme in Brasilien und sinkender Stahlverk?ufe in Europa mit einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr wagt der Konzern angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten noch keine Prognose. “Wir fahren auf Sicht”, sagte Hiesinger.

Gr??tes Sorgenkind des Konzerns ist zurzeit das Stahlgesch?ft in Amerika, wo der Konzern alleine 2,1 Milliarden Euro abschreiben musste. Der Hintergrund: Beim Bau des neuen Stahlwerks in Brasilien waren die Kosten v?llig aus dem Ruder gelaufen, au?erdem hatte sich der Hochlauf des Werkes verz?gert. “Diese Mehrkosten k?nnen kurzfristig nicht kompensiert werden”, erkl?rte das Unternehmen.

Zudem trübten sich durch den aktuellen Konjunktureinbruch die Absatzchancen auf dem amerikanischen Markt, den das Werk haupts?chlich versorgen sollte, für die n?chsten Jahre deutlich ein und der Konzern musste seine Gewinnerwartungen nach unten korrigieren. Auch im laufenden Gesch?ftsjahr wird Steel Americas nach Einsch?tzung Hiesingers noch “ein deutlich negatives Ergebnis” erwirtschaften.

Doch nicht nur das Brasilien-Abenteuer belastet ThyssenKrupp. Auch die geplante Trennung von der Edelstahlsparte hinterlie? tiefe Spuren im Ergebnis. Denn der Konzern musste insgesamt 800 Millionen Euro auf den Buchwert der Tochter Inoxum abschreiben, von der er sich bis Ende 2012 trennen will.

Die notwendig gewordenen Wertberichtigungen überschatteten die ansonsten durchaus gute Gesch?ftsentwicklung im Gesch?ftsjahr 2010/2011. Mit Ausnahme von Steel Americas entwickelten sich alle Konzernsparten positiv. So konnte der Konzern seien Umsatz um 15 Prozent auf 49 Milliarden Euro und den Auftragseingang um 22 Prozent auf 50,2 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um 42 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

Angesichts der aktuellen Probleme bekr?ftigte Hiesinger seine Entschlossenheit, die Abh?ngigkeit des Konzerns von der konjunkturanf?lligen Stahlsparte zu reduzieren. Mittelfristig werde das Unternehmen vor allem seine Technologiesparte investieren.

dapd

Börsenchef Francioni zieht rote Linie für EU-Wettbewerbshüter

Frankfurt/Main (dapd). Die Deutsche B?rse l?sst ihre Fusionspl?ne mit der New York Stock Exchange (NYSE) platzen, wenn die EU-Wettbewerbsbeh?rden sie zu allzu gro?en Zugest?ndnissen zwingen sollte. “Grunds?tzlich verl?uft die rote Linie dort, wo die Fusion durch die Auflagen unattraktiv wird”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen B?rse (Xetra: 581005Nachrichten) , Reto Francioni, der “Berliner Zeitung” und der “Frankfurter Rundschau” (Samstagausgaben).

“Wenn die Bedingung für die Genehmigung w?re, eine der beiden Terminb?rsen, Eurex oder Liffe, zu verkaufen, dann würden signifikante Vorteile der Fusion fehlen”, sagte er.

Einem Bericht der “Wirtschaftswoche” zufolge droht die geplante Fusion zu scheitern. Wie das Magazin am Samstag vorab meldete, lehnen die Beamten des EU-Wettbewerbskommissars Joaquín Almunia einen Zusammenschluss der beiden B?rsenbetreiber in der jetzt vorgesehenen Form strikt ab. Dem Urteil k?nnten die EU-Kommissare folgen.

Dem Bericht zufolge wollen Almunias Beamte eine Fusion nur zulassen, wenn die NYSE ihre Derivateb?rse Liffe ver?u?ern würde oder die Deutsche B?rse ihre Tochter Eurex. Dies k?me für die Anteilseigner jedoch nicht infrage. Die EU-Kommission wird dem Magazin zufolge voraussichtlich am 11. Januar 2012 über den Zusammenschluss entscheiden. Verbiete sie die Fusion, wolle sich die NYSE nach neuen Partnern umsehen.

dapd

Dax klettert um mehr als fünf Prozent nach oben

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat um mehr als fünf Prozent zugelegt. Am Handelsplatz in Frankfurt am Main kletterte der deutsche Leitindex am Nachmittag um zwischenzeitlich 5,6 Prozent auf 6122 Punkte. Erstmals seit mehr als zwei Wochen überschritt der Dax damit die Marke von 6000 Z?hlern.

Der Leitindex stieg rapide an, nachdem die Europ?ische Zentralbank (EZB) gemeinsam mit den Notenbanken aus den USA, Kanada, Japan, Gro?britannien und der Schweiz ein Programm verkündet hatte, um die Finanzm?rkte weiter mit ausreichend Geld zu versorgen. Die W?hrungshüter h?tten sich darauf geeinigt, Zinss?tze, zu denen sich die Zentralbanken US-Dollar leihen, um einen halben Prozentpunkt zu senken. Daneben solle es zwischen einzelnen Zentralbanken befristete bilaterale Abkommen zu Zinsgesch?ften geben, teilten die Notenbanken mit.

Auch an anderen Handelspl?tzen kletterten die B?rsenindizes daraufhin nach oben. Die B?rse in Paris legte um vier Prozent zu. In London, Mailand und Madrid kletterten die Leitindizes zwischenzeitlich um drei Prozent nach oben. Der Dow-Jones-Index an der New Yorker Wall Street war gut eine Stunde nach Handelsstart schon um knapp 3,5 Prozent im Plus.