Tag Archives: Deutsche

Deutsche Bank trotz Schuldenkrise stärker als erwartet

Die Deutsche Bank hat in der Schuldenkrise zwar deutliche Gewinneinbu?en hinnehmen müssen, aber dennoch besser gewirtschaftet als erwartet. Mit einem Gewinn von 777 Millionen Euro im dritten Quartal lag der Erl?s mehr als doppelt so hoch wie die Vorhersagen von Analysten. Das Kreditinstitut sieht sich für die weitere Bew?ltigung der Krise gewappnet und will ohne Staatshilfe auskommen.

Die 777 Millionen Euro Gewinn im dritten Quartal bedeuteten zwar im Vergleich zum zweiten Quartal einen Rückgang um 37 Prozent. Dennoch lag der Gewinn deutlich über den Analysten-Prognosen, Dow Jones etwa erwartete lediglich ein Plus von 328 Millionen Euro. An der B?rse konnte die Aktie der Deutschen Bank wegen der überraschend besseren Zahlen leicht zulegen.

Grund für den Gewinnrückgang waren Schwierigkeiten der Investmentsparte. Diese habe von Juli bis September deutlich weniger verdient, weil die Kunden in der Krise weniger Risiken eingingen, erkl?rte die Bank. Zudem habe sich das extreme Auf und Ab der M?rkte bemerkbar gemacht. Das Umfeld sei im dritten Quartal “so schwierig wie seit dem Jahresende 2008 nicht mehr” gewesen, erkl?rte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Im dritten Quartal 2008 war die US-Investmentbank Lehman Brothers pleite gegangen, was die Finanzkrise weltweit massiv verst?rkt hatte.

Ackermann beklagte nun die sich erneut eintrübende weltweite Entwicklung der Wirtschaft sowie die “erheblichen Turbulenzen am Finanzmarkt”. Dennoch habe das Unternehmen “sehr solide Ergebnisse” erwirtschaftet. “Darüber hinaus war die Deutsche Bank in punkto Kapital, Liquidit?t und Refinanzierungsstruktur – in volatilen M?rkten entscheidende Erfolgsfaktoren – noch nie besser aufgestellt als heute.”

Aufgrund der Schuldenkrise musste die Bank den Angaben zufolge 228 Millionen Euro auf griechische Staatsanleihen abschreiben. In den vergangenen Monaten zog sich das Unternehmen zudem immer weiter aus der Finanzierung der von der Schuldenkrise besonders betroffenen L?nder wie Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien zurück, wie Finanzvorstand Stefan Krause in einer Analystenkonferenz sagte. Von Ende Dezember bis September seien Beteiligungen an Anleihen dieser L?nder von 12,1 Milliarden Euro auf 4,4 Millarden Euro reduziert worden.

Bericht: Deutsche Börse schließt Scheitern der Fusion nicht aus

München (dapd). Kurz vor entscheidenden Gespr?chen mit der EU-Wettbewerbsbeh?rde am Dienstag in Brüssel hat auch die Deutsche B?rse ein Scheitern der geplanten Fusion mit der NYSE Euronext nicht mehr ausgeschlossen. Einen Zusammenschluss um den Preis der Aufgabe der Derivateb?rse Eurex werde die Deutsche B?rse auf keinen Fall mitmachen, berichtete die Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag” unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Auch im Deutsche-B?rse-Aufsichtsrat werde ein Scheitern wegen zu strenger EU-Auflagen für m?glich gehalten. Am Donnerstag hatte sich bereits NYSE-Euronext-Chef Duncan Niederauer in einer Telefonkonferenz entsprechend ge?u?ert. Die Kombination mache dann keinen Sinn mehr, “wenn wir zu viel Gesch?fte abgeben müssten”, sagte Niederauer dem Bericht zufolge.

dapd

Deutsche Hacker verwechseln Rugby-Fanclub in Dax mit Aktienindex

Ein Fanclub des Rugby-Clubs US Dax im gleichnamigen südfranz?sischen St?dtchen ist Opfer einer unheilvollen Verwechslung geworden: Deutsche Hacker, die es offenbar auf den Aktienindex Dax der Frankfurter B?rse abgesehen hatten, starteten im Oktober einen Angriff auf die Webseite des Fanclubs “Allezdax.com”. Wie einer der Betreiber der Webseite am Donnerstag mitteilte, überwanden die Hacker die Sicherheitssperren und stellten ein Foto auf die Internet-Seite des Clubs, das über das soziale Netzwerk Facebook zu begutachten war.

Deutsche Börse übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen

Frankfurt (dapd). Ein Ertrag aus der angekündigten vollst?ndigen übernahme der Derivateb?rse Eurex hat der Deutschen B?rse AG fast eine Verdoppelung ihres Nettogewinns im dritten Quartal beschert. Der überschuss kletterte um rund 95 Prozent auf etwa 315 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch überraschend in einem vorl?ufigen Quartalsbericht mitteilte. Bereinigt um Sonderposten belief sich das Plus auf rund 245 Millionen Euro, ein Anstieg um 44 Prozent. Mit diesem Ergebnis übertraf der Frankfurter B?rsenbetreiber die Prognosen der Analysten, die lediglich mit einem Ergebnis nach Steuern und Dritten von 230 Millionen Euro gerechnet hatten.

Die Erl?se stiegen im Quartal um ein Fünftel auf rund 605 Millionen Euro. Hier hatten die Analysten mit 603 Millionen Euro ann?hernd den erzielten Wert gesch?tzt.

dapd

Eigentümer von Aldi und Lidl weiterhin reichste Deutsche

AppId is over the quota
AppId is over the quota

Die Eigentümer der beiden Discounterketten Aldi und Lidl bleiben die reichsten Deutschen. Mit einem gesch?tzten Verm?gen von 17,2 Milliarden Euro belegt Aldi-Gründer Karl Albrecht Platz eins der Rangliste des “Manager Magazins”. Reichste Frau der Bundesrepublik bleibt BMW-Gro?aktion?rin Susanne Klatten. Im Vergleich zum Vorjahr schaffte es die Familie von Aldi-Süd-Gründer Karl Albrecht den Zahlen zufolge, ihr Verm?gen noch einmal um 100 Millionen Euro zu mehren.

Auf Rang zwei folgen Berthold und Theo Albrecht junior. Die S?hne des 2010 verstorbenen Aldi-Nord-Gründers Theo Albrecht bringen es der Liste zufolge auf 16 Milliarden Euro. So viel nannten sie laut “Manager Magazin” auch im Vorjahr ihr Eigen.

Auf Rang drei folgt laut Liste erneut Dieter Schwarz, zu dessen Imperium Lidl und Kaufland geh?ren. Er verfügt demnach über 11,5 Milliarden Euro und gewann binnen eines Jahres eine Milliarde Euro hinzu. Schwarz gilt damit als einer der Gewinner der aktuellen Liste.

Noch st?rker habe nur BMW-Gro?aktion?rin Susanne Klatten ihr Verm?gen ausgebaut. Es wuchs um 1,05 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro. In der Rangliste der reichsten Deutschen erreicht Klatten damit Rang fünf, hinter der Familie Otto (neun Milliarden Euro), Eigentümer des Versandhauses Otto. Wie schon im Vorjahr bleibt Milliard?rin Klatten die reichste Frau Deutschlands.

Als reichste Gro?familie, deren Verm?gen nicht einem überschaubaren Personenkreis zugeordnet werden k?nne, machte das “Manager Magazin” die Familie Brenninkmeijer aus, die mit der Textilkette C&A reich geworden ist. Ihre Mitglieder verfügen demnach über 22,0 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt die Familie Henkel (9,0 Milliarden Euro). Unter den ersten zehn sind au?erdem Familien mit traditionsreichen Namen wie Porsche, Siemens oder Miele. Die reichen Gro?familien umfassen dem Magazin zufolge teils mehrere hundert Mitglieder.

Die Haupt-Verlierer des vergangenen Jahres kommen den Angaben zufolge aber aus der Chemiebranche und dem Einzelhandel: Die meisten Einbu?en musste demnach die Familie Wacker einstecken. Das Verm?gen der Mehrheitseigentümer des Wacker-Chemie-Konzerns sei aufgrund des Kursverfalls an der B?rse um 450 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro geschrumpft.

Deutsche Börse übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen

AppId is over the quota
AppId is over the quota

Frankfurt (dapd). Ein Ertrag aus der angekündigten vollst?ndigen übernahme der Derivateb?rse Eurex hat der Deutschen B?rse AG fast eine Verdoppelung ihres Nettogewinns im dritten Quartal beschert. Der überschuss kletterte um rund 95 Prozent auf etwa 315 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern am Mittwoch überraschend in einem vorl?ufigen Quartalsbericht mitteilte. Bereinigt um Sonderposten belief sich das Plus auf rund 245 Millionen Euro, ein Anstieg um 44 Prozent. Mit diesem Ergebnis übertraf der Frankfurter B?rsenbetreiber die Prognosen der Analysten, die lediglich mit einem Ergebnis nach Steuern und Dritten von 230 Millionen Euro gerechnet hatten.

Die Erl?se stiegen im Quartal um ein Fünftel auf rund 605 Millionen Euro. Hier hatten die Analysten mit 603 Millionen Euro ann?hernd den erzielten Wert gesch?tzt.

dapd

Deutsche Bank kassiert Pläne für Rekordergebnis

AppId is over the quota
AppId is over the quota

Die Deutsche Bank hat sich von ihrem angestrebten Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro verabschiedet. Die Schuldenkrise im Euro-Raum und die Unsicherheit an den M?rkten sorgten dafür, dass das für dieses Jahr angepeilte Ergebnis “nicht mehr erreichbar” sei, sagte der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. An der B?rse war es für die Bank schon vor der Ankündigung nach unten gegangen.

Die Staatsschulden-Krise im Euro-Raum und die anhaltenden Turbulenzen an den M?rkten machen der Bank zu schaffen. Der Wert der Deutsche-Bank-Aktie fiel binnen drei Monaten von 41,18 Euro auf am Dienstag noch 24,26 Euro. Im dritten Quartal bleibe das Ergebnis somit “deutlich hinter den Erwartungen zurück”, teilte die Bank mit. Vor allem die Investmentsparte habe “nach einem schwachen, entt?uschenden Ergebnis” im dritten Quartal deutlich ihre Ziele verfehlt, sagte Ackermann bei einer Konferenz in der britischen Hauptstadt. Hinzu k?men weitere Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen in H?he von 250 Millionen Euro. Bereits im zweiten Quartal hatte die Deutsche Bank 155 Millionen Euro auf griechische Schuldpapiere abgeschrieben.

Den einst angepeilten Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro für 2011 kassierte die Bank deshalb wieder ein. Es w?re das beste Ergebnis seit Bestehen der Deutschen Bank gewesen, und gleichzeitig das letzte unter Vorstandschef Josef Ackermann, bevor dieser im Mai kommenden Jahrs seinen Posten abgibt. Ihren bisher gr??ten Gewinn hatte die gr??te Privatbank Deutschlands im Vorkrisenjahr 2007 erreicht. Damals nahm sie vor Steuern 6,5 Milliarden Euro ein. 2010 erwirtschaftete sie einen Vorsteuergewinn von rund vier Milliarden Euro.

Zumindest das Ziel, einen neuen Rekord aufzustellen, gibt die Bank aber noch nicht ganz auf. Er sei zuversichtlich, dass das Institut in diesem Jahr in seinen klassischen Feldern – dem Bankgesch?ft mit Privatkunden und Firmen – den “besten Vorsteuergewinn aller Zeiten” einfahren werde, sagte Ackermann.

Ihre Investmentbanking-Sparte f?hrt die Bank derweil weiter zurück. Bis Ende M?rz kommenden Jahres werde das Unternehmen 500 Arbeitspl?tze im Wertpapiersegment streichen, teilte die Bank mit. Betroffen seien “vor allem” Mitarbeiter au?erhalb Deutschlands. Mit diesem Zeitplan würde die Bank ihren Personalabbau in der Investmentbanking-Abteilung noch vor dem Wechsel an der Vorstandsspitze abschlie?en. Dies ist bedeutend, da ausgerechnet der Chef der Investmentbanking-Sparte, Anshu Jain, gemeinsam mit Deutschland-Chef Jürgen Fischen im Mai den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen soll.

Die B?rse zeigte sich von der Ankündigung des Kreditinstituts weitgehend unbeeindruckt. Der Aktienkurs der Bank war bereits vor der offiziellen Ankündigung um mehr als sechs Prozent in den Keller gegangen.

Deutsche Bank kassiert Gewinnziel für 2011

AppId is over the quota
AppId is over the quota

London (dapd). Die Turbulenzen an den weltweiten Finanzm?rkten haben die Deutsche Bank wie erwartet zum Zurückrudern gezwungen. Das in Aussicht gestellte Rekord-Vorsteuerergebnis von zehn Milliarden Euro für 2011 erscheine angesichts von Staatsschuldenkrise und f?lligen Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen nicht mehr in Reichweite, sagte Vorstandschef Josef Ackermann am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in London. Wegen des kriselnden Investmentbankings wolle der Konzern bis Ende M?rz 2012 zudem 500 Stellen streichen.

Ein neues Ziel für 2011 gab Ackermann nicht aus. Er blieb vielmehr vage: Die Deutsche Bank erwarte “für das dritte Quartal ein positives Ergebnis und ein robustes Ergebnisniveau für 2011″.

Die Bank zog allerdings erste Konsequenzen aus dem schw?chelnden Gesch?ft. Als Reaktion auf den deutlichen und anhaltenden Rückgang der Kundenaktivit?ten sollen weitere Kosten eingespart werden. Da insbesondere das Investmentbanking “deutlich hinter den Erwartungen” zurückbleibe, würden in den n?chsten beiden Quartalen 500 weitere Stellen im Bereich Corporate Banking & Securities gestrichen. Die Mitarbeiterzahl wird hier damit im kommenden Jahr um rund elf Prozent unter dem H?chststand von 2010 mit 10.945 Angestellten liegen.

Neben dem schwachen Investmentbanking belasteten im dritten Quartal weitere Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen in H?he von 250 Millionen Euro das Ergebnis. Schon im Quartal zuvor hatte die Deutsche Bank hier 155 Millionen Euro an Abschreibungen gebucht.

Gest?rkt wird das Gesch?ft jedoch durch das Retailbanking. “Die Bank ist zuversichtlich, in ihren klassischen Gesch?ftsfeldern (Private Clients and Asset Management und Global Transaction Banking) in Summe ein Rekordergebnis zu erzielen”, sagte Ackermann. Das Institut will den vollst?ndigen Zwischenbericht zum dritten Quartal 2011 am 25. Oktober vorlegen.

An der B?rse kam die Gewinnwarnung der Bank nicht gut an. Deutsche-Bank-Aktien notierten am Nachmittag mit einem Minus von 6,0 Prozent auf 24,20 Euro am Ende des DAX. überraschend kam die Aufgabe des Gewinnziels aber nicht. Ackermann hatte jüngst immer wieder darauf hingewiesen, dass das Ziel nur zu halten sei, wenn sich die Weltwirtschaft entsprechend entwickle.

Finanzvorstand Stefan Krause hatte vor einigen Tagen erkl?rt, dass die Bank um ihr Rekordziel k?mpfe. Gerade das Investmentbanking leide unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Europa.

Trotz der Entwicklung erteilte Ackermann Spekulationen der vergangenen Woche über eine geplante Kapitalerh?hung eine Absage. “Wir sind sehr gut kapitalisiert”, sagte der Vorstandsvorsitzende, eine Kapitalerh?hung würde sich zum jetzigen Aktienkurs “eh nicht lohnen”. Stattdessen will der Manager die Kapitalbasis der Deutschen Bank durch Rückführung von Gewinnen und die weitere Reduktion von Risiken st?rken.

dapd

Aktie des Tages: Deutsche Bank

AppId is over the quota
AppId is over the quota

Düsseldorf (dapd). Die Deutsche Bank wird bei ihrem für 2011 in Aussicht gestellten Rekordergebnis wom?glich zurückrudern müssen. Das Kreditinstitut steht einem Medienbericht zufolge kurz davor, sein Gewinnziel von zehn Milliarden Euro zu revidieren. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Vorstandschef Josef Ackermann am Ende des dritten Quartals offiziell einr?umen werde, dass das Ziel nicht mehr zu erreichen sei, berichtete das “Handelsblatt” unter Berufung auf vorstandsnahe Kreise.

Finanzvorstand Stefan Krause hatte bereits am vergangenen Wochenende in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” erkl?rt, dass die Bank um ihr Rekordziel k?mpfe. Gerade das Investmentbanking leide unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Europa.

Das Augenmerk richtet sich nun auf eine Konferenz der Bank of America Merrill Lynch am Dienstag (4. Oktober) in London. Ackermann wird dort seine Einsch?tzung zur Lage an den M?rkten und zur Deutschen Bank erl?utern.

dapd

Deutsche Wirtschaft erwartet den Abschwung

AppId is over the quota
AppId is over the quota

München (dapd). Die deutsche Wirtschaft stellt sich auf eine deutliche Konjunkturabkühlung ein. Der Ifo-Gesch?ftsklimaindex sank im September zum dritten Mal in Folge, die Erwartungen fielen auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009. Im Moment sei die Lage zwar “noch recht gut”, die Unternehmen h?tten noch ein Auftragspolster, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger am Montag in München. Aber “der H?hepunkt ist überschritten – die Unternehmen stellen sich darauf ein, dass es runter geht.”

Die Euro-Schuldenkrise sei inzwischen auch in der Industrie spürbar, alle L?nder müssten sparen, und die Erholung in den USA komme nicht recht in Fahrt, erkl?rten die Münchner Wirtschaftsforscher. Vom Export erwarteten die Unternehmen daher “kaum noch Impulse”, sagte Ifo-Pr?sident Hans-Werner Sinn.

Ihre aktuelle Gesch?ftslage bewerten sie zwar praktisch unver?ndert gut, aber für die n?chsten sechs Monate sehen die Betriebe deutlich schw?rzer. Der Gesch?ftsklimaindex sank von 108,7 auf 107,5 Punkte, der Teilindex der Erwartungen fiel von 100,0 auf 98,0 Punkte. Das ist ein Einbruch von 12,7 Punkten seit Februar.

In der Industrie sei die aktuelle Gesch?ftslage noch “vorwiegend gut, aber nicht mehr ganz so positiv wie bisher”, sagte Sinn. “Man spürt schon die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland”, betonte Abberger und nannte als Beispiel die Autoindustrie. Der Maschinenbau zehre noch von seinem Auftragspolster.

Stabilisierend wirkten der Export nach Asien und die Binnennachfrage. Das Baugewerbe sei im langj?hrigen Vergleich weiter auf sehr hohem Niveau. “Der Arbeitsmarkt ist gut, die Unternehmen wollen weiter einstellen”, sagte Abberger. Dabei h?tten sie auch den mittelfristigen Bedarf an Fachkr?ften im Blick. Allerdings stellten sich die Unternehmen auf eine Abkühlung ein, und das k?nnte die Leiharbeiter treffen. Die Wachstums- und Arbeitsmarktprognosen vom Juni seien aus heutiger Sicht zu optimistisch gewesen.

Verbessert hat sich das Gesch?ftsklima im September nur im Gro?- und Einzelhandel – allerdings nach einer starken Eintrübung im August. Auch hier sei die Tendenz seit Juni nach unten gerichtet, erkl?rte Abberger.

Das Münchner Ifo-Institut befragt monatlich etwa 7.000 Firmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen für die n?chsten sechs Monate bewerten. Der Gesch?ftsklimaindex gilt als wichtigster Frühindikator für die Konjunktur in Deutschland.

Viele Volkswirte hatten einen noch st?rkeren Rückgang im September befürchtet. Die B?rse reagierte daher positiv, der DAX legte unmittelbar nach der Ver?ffentlichung des Ifo-Instituts um 0,7 Prozent zu.

dapd