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Aktie des Tages: RWE

Essen (dapd). Deutschlands gr??ter Stromproduzent RWE verschafft sich mit einer Kapitalerh?hung und dem Verkauf eigener Aktien dringend ben?tigten neuen finanziellen Spielraum. Der durch die Energiewende unter Druck geratene Stromriese kündigte am Montagabend an, er werde 52,3 Millionen neuen Aktien ausgeben und au?erdem 28,1 Millionen Aktien aus Eigenbesitz verkaufen.

Dies entspricht zusammen rund 15 Prozent des Grundkapitals und dürfte dem Konzern mehr als zwei Milliarden Euro an zus?tzlichen Mitteln einbringen. Die Aktien sollen an institutionelle Anleger gehen. Die RWE-Aktion?re haben nur bei den Aktien aus Eigenbesitz ein Bezugsrecht.

dapd

Aktie des Tages: ThyssenKrupp

Essen (dapd). Milliardenverlust bei ThyssenKrupp: Massive Probleme mit dem neu gebauten Stahlwerk in Brasilien und die beabsichtigte Trennung vom Edelstahlgesch?ft haben Deutschlands gr??ten Stahlproduzenten tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Unter dem Strich wies der Essener Stahlriese am Freitag für das Gesch?ftsjahr 2010/2011 einen Verlust von knapp 1,8 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 927 Millionen Euro gemacht.

Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch waren nach Angaben des Unternehmens Wertberichtigungen von insgesamt 2,9 Milliarden Euro bei der Tochter Steel Americas und der Edelstahltochter Inoxum.

Doch auch der Blick in die Zukunft f?llt bei ThyssenKrupp zurzeit eher düster aus. Das laufende Gesch?ftsjahr werde nicht einfach, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger. Im Ende des Monats ablaufenden ersten Quartal rechnet der Konzern wegen der Probleme in Brasilien und sinkender Stahlverk?ufe in Europa mit einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr wagt der Konzern angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten noch keine Prognose. “Wir fahren auf Sicht”, sagte Hiesinger.

Gr??tes Sorgenkind des Konzerns ist zurzeit das Stahlgesch?ft in Amerika, wo der Konzern alleine 2,1 Milliarden Euro abschreiben musste. Der Hintergrund: Beim Bau des neuen Stahlwerks in Brasilien waren die Kosten v?llig aus dem Ruder gelaufen, au?erdem hatte sich der Hochlauf des Werkes verz?gert. “Diese Mehrkosten k?nnen kurzfristig nicht kompensiert werden”, erkl?rte das Unternehmen.

Zudem trübten sich durch den aktuellen Konjunktureinbruch die Absatzchancen auf dem amerikanischen Markt, den das Werk haupts?chlich versorgen sollte, für die n?chsten Jahre deutlich ein und der Konzern musste seine Gewinnerwartungen nach unten korrigieren. Auch im laufenden Gesch?ftsjahr wird Steel Americas nach Einsch?tzung Hiesingers noch “ein deutlich negatives Ergebnis” erwirtschaften.

Doch nicht nur das Brasilien-Abenteuer belastet ThyssenKrupp. Auch die geplante Trennung von der Edelstahlsparte hinterlie? tiefe Spuren im Ergebnis. Denn der Konzern musste insgesamt 800 Millionen Euro auf den Buchwert der Tochter Inoxum abschreiben, von der er sich bis Ende 2012 trennen will.

Die notwendig gewordenen Wertberichtigungen überschatteten die ansonsten durchaus gute Gesch?ftsentwicklung im Gesch?ftsjahr 2010/2011. Mit Ausnahme von Steel Americas entwickelten sich alle Konzernsparten positiv. So konnte der Konzern seien Umsatz um 15 Prozent auf 49 Milliarden Euro und den Auftragseingang um 22 Prozent auf 50,2 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um 42 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

Angesichts der aktuellen Probleme bekr?ftigte Hiesinger seine Entschlossenheit, die Abh?ngigkeit des Konzerns von der konjunkturanf?lligen Stahlsparte zu reduzieren. Mittelfristig werde das Unternehmen vor allem seine Technologiesparte investieren.

dapd

Aktie des Tages: ThyssenKrupp

Essen (dapd). Milliardenverlust bei ThyssenKrupp: Massive Probleme mit dem neu gebauten Stahlwerk in Brasilien und die beabsichtigte Trennung vom Edelstahlgesch?ft haben Deutschlands gr??ten Stahlproduzenten tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Unter dem Strich wies der Essener Stahlriese am Freitag für das Gesch?ftsjahr 2010/2011 einen Verlust von knapp 1,8 Milliarden Euro aus. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 927 Millionen Euro gemacht.

Ausschlaggebend für den Gewinneinbruch waren nach Angaben des Unternehmens Wertberichtigungen von insgesamt 2,9 Milliarden Euro bei der Tochter Steel Americas und der Edelstahltochter Inoxum.

Doch auch der Blick in die Zukunft f?llt bei ThyssenKrupp zurzeit eher düster aus. Das laufende Gesch?ftsjahr werde nicht einfach, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger. Im Ende des Monats ablaufenden ersten Quartal rechnet der Konzern wegen der Probleme in Brasilien und sinkender Stahlverk?ufe in Europa mit einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr wagt der Konzern angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten noch keine Prognose. “Wir fahren auf Sicht”, sagte Hiesinger.

Gr??tes Sorgenkind des Konzerns ist zurzeit das Stahlgesch?ft in Amerika, wo der Konzern alleine 2,1 Milliarden Euro abschreiben musste. Der Hintergrund: Beim Bau des neuen Stahlwerks in Brasilien waren die Kosten v?llig aus dem Ruder gelaufen, au?erdem hatte sich der Hochlauf des Werkes verz?gert. “Diese Mehrkosten k?nnen kurzfristig nicht kompensiert werden”, erkl?rte das Unternehmen.

Zudem trübten sich durch den aktuellen Konjunktureinbruch die Absatzchancen auf dem amerikanischen Markt, den das Werk haupts?chlich versorgen sollte, für die n?chsten Jahre deutlich ein und der Konzern musste seine Gewinnerwartungen nach unten korrigieren. Auch im laufenden Gesch?ftsjahr wird Steel Americas nach Einsch?tzung Hiesingers noch “ein deutlich negatives Ergebnis” erwirtschaften.

Doch nicht nur das Brasilien-Abenteuer belastet ThyssenKrupp. Auch die geplante Trennung von der Edelstahlsparte hinterlie? tiefe Spuren im Ergebnis. Denn der Konzern musste insgesamt 800 Millionen Euro auf den Buchwert der Tochter Inoxum abschreiben, von der er sich bis Ende 2012 trennen will.

Die notwendig gewordenen Wertberichtigungen überschatteten die ansonsten durchaus gute Gesch?ftsentwicklung im Gesch?ftsjahr 2010/2011. Mit Ausnahme von Steel Americas entwickelten sich alle Konzernsparten positiv. So konnte der Konzern seien Umsatz um 15 Prozent auf 49 Milliarden Euro und den Auftragseingang um 22 Prozent auf 50,2 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um 42 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

Angesichts der aktuellen Probleme bekr?ftigte Hiesinger seine Entschlossenheit, die Abh?ngigkeit des Konzerns von der konjunkturanf?lligen Stahlsparte zu reduzieren. Mittelfristig werde das Unternehmen vor allem seine Technologiesparte investieren.

dapd

Aktie des Tages: Metro

Düsseldorf (dapd). Die wachsende Angst der Verbraucher vor den Folgen der Eurokrise verdirbt Deutschlands gr??tem Handelskonzern Metro das Weihnachtsgesch?ft. Wegen der spürbaren Kaufzurückhaltung der Kunden ver?ffentlichte das Unternehmen am Dienstag eine Gewinnwarnung und reduzierte seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2011 deutlich nach unten. Der Kurs der Metro-Aktie brach daraufhin zeitweise um mehr als zehn Prozent ein.

Der Start ins Weihnachtsgesch?ft sei bislang weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und sogar noch schw?cher ausgefallen als im Vorjahr, in dem Schnee und Eis die Kauflust der Konsumenten bremsten, berichtete der Metro-Vorstandsvorsitzende Eckhard Cordes. Besonders spürbar sei die Konsumflaute bei Elektroartikeln und Textilien, hie? es in Unternehmenskreisen.

Dies trifft die Metro hart. Denn zum Konzern geh?ren nicht nur die gleichnamigen Gro?handelsm?rkte, sondern auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn, die Kaufhof-Warenh?user und die Real-Superm?rkte.

Cordes sagte, in vielen L?ndern Europas seien die Kunden infolge der sich versch?rfenden Staatsschuldenkrise, der hohen Arbeitslosigkeit und der Sparprogramme stark verunsichert. Die sich eintrübenden Konjunkturerwartungen d?mpften zus?tzlich die Konsumlust. “Die daraus resultierende Kaufzurückhaltung spüren wir über alle Vertriebslinien und L?ndergrenzen hinweg”, betonte der Manager.

Hatte der Konzern noch Anfang November damit gerechnet, Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr dank eines guten Weihnachtsgesch?fts spürbar steigern zu k?nnen, so blieb von diesen Hoffnungen nach den ersten beiden Adventswochenenden offenbar nicht mehr viel übrig. Angesichts der verbreiteten Kaufzurückhaltung zog das Unternehmen die Notbremse und korrigierte Prognosen deutlich nach unten.

Hatte die Metro bislang mit einem Umsatz über dem Vorjahresniveau und einem Ergebniswachstum vor Sonderfaktoren von rund zehn Prozent gerechnet, so geht der Konzern jetzt nur noch von einem Umsatz und einem operativen Ergebnis (Ebit vor Sonderfaktoren) leicht unterhalb des Vorjahresniveaus aus.

Die wachsende Kaufzurückhaltung der Verbraucher trifft den Handelsriesen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn das Weihnachtsgesch?ft ist für den Handel von entscheidender Bedeutung. Im vergangen Jahr erwirtschaftete die Metro fast zwei Drittel ihres operativen Ergebnisses im Weihnachtsquartal.

Keine Auswirkungen soll das schwache Gesch?ft allerdings auf den Verkaufsprozess für die Warenhaustochter Kaufhof haben, wie in Unternehmenskreisen zu h?ren war. Der ?sterreichische Investor René Benko legte nach Konzernangaben bereits ein bindendes Kaufangebot für die Warenhauskette Kaufhof vor. Entschieden ist über den Verkauf der Warenhauskette aber offenbar noch nicht. Auch die bisher vorliegenden unverbindlichen Angebote der anderen Anbieter – darunter Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen – würden weiter geprüft, hie? es.

dapd

Aktie des Tages: Bayer

Leverkusen (dapd). Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im dritten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Bei einem Anstieg des Umsatzes um 1 Prozent auf knapp 8,7 Milliarden Euro stieg das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 125 Prozent auf 642 Millionen Euro, wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Zum Wachstum h?tten vor allem gute Gesch?fte in den Schwellenl?ndern beigetragen. Die Bayer-Aktie legte bis zum Mittag um rund 5 Prozent auf 47,90 Euro zu. Analysten sch?tzten die Quartalszahlen als gut ein.

Vorstandsvorsitzender Marijn Dekkers sagte bei der Vorlage der Zahlen: “Das war ein gutes Quartal für Bayer.” Daher werde der im Frühjahr erh?hte Konzernausblick für das Gesamtjahr bekr?ftigt. Der Umsatz soll danach auf 36 bis 37 Milliarden Euro steigen und das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis auf über 7,5 Milliarden Euro klettern.

Dekkers verwies auch auf die deutliche Ertragssteigerung im Gesundheits- und Pharmagesch?ft sowie im Pflanzenschutz. Im Kunststoffgesch?ft h?tten hingegen gestiegene Energie- und Rohstoffkosten das Ergebnis belastet. Zudem sei eine leichte Abschw?chung der Nachfrage zu spüren.

Erfreuliche Fortschritte mache Bayer im Bereich Forschung und Entwicklung, sagte Dekkers und verwies auf positive Nachrichten aus der fortgeschrittenen Pharma-Pipeline. Das gelte insbesondere für den Gerinnungshemmer Xarelto und das Krebsmedikament Alpharadin. Bis zum Jahr 2013 will Bayer insgesamt 15 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen bereitstellen, rund zwei Drittel davon für Forschung und Entwicklung.

Nach neun Monaten stieg der Konzernumsatz den Angaben zufolge um 4,8 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 43,4 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Aufgrund der Fortschritte in den Wachstumsm?rkten und bei den Innovationsthemen sieht Dekkers “auch langfristig sehr gute Perspektiven für Bayer”.

Im vergangenen Jahr hatte Bayer bei Ums?tzen von 35,1 Milliarden Euro einen Gewinn von 1,3 Milliarden erwirtschaftet. Der Konzern besch?ftigt weltweit 111.400 Menschen.

dapd

Aktie des Tages: Krones

Neutraubling (dapd). Der Maschinenbauer Krones hat nach kr?ftigen Zuw?chsen im ersten Halbjahr seinen Gewinn im dritten Quartal kaum gesteigert. Nach Steuern verdiente das Unternehmen 10,1 Millionen Euro, teilte der Hersteller von Getr?nkeabfüllanlagen am Mittwoch mit. Im Vorjahr hatte der Wert bei 9,8 Millionen Euro gelegen. Krones-Papiere verloren bis 9.30 Uhr 4,9 Prozent auf 36,36 Euro und rangierten damit am Ende des MDAX.

Krones begründet die Entwicklung vor allem mit der gestiegenen Personalzahl. In den ersten drei Quartalen verdoppelte sich der Gewinn nahezu auf 59,3 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 14,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

dapd

Aktie des Tages: SAP

Walldorf (dapd). Der Softwarehersteller SAP h?lt trotz schwelender Staatsschuldenkrise an seiner im Sommer erh?hten Jahresprognose fest. Im dritten Quartal stiegen sowohl Gewinn als auch die richtungweisenden Lizenzerl?se, wie der DAX-Konzern am Freitag in Walldorf mitteilte. Von Juli bis Ende September stiegen die Softwareerl?se w?hrungsbereinigt um 32 Prozent auf 841 Millionen Euro. Im Gesamtjahr soll das Plus hier zwischen 10 und 14 Prozent liegen.

Das Betriebsergebnis stieg um 145 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz erh?hte sich um 14 Prozent auf 3,41 Milliarden Euro. Grund für das Plus ist unter anderem die teilweise aufgel?ste Rückstellung wegen m?glicher Strafzahlungen an den US-Konkurrenten Oracle. Die Strafzahlung war vor kurzem von einem kalifornischen Gericht von 1,3 Milliarden Dollar auf 272 Millionen Dollar herabgesetzt worden.

dapd

Aktie des Tages: Metro

Istanbul (dapd). Deutschlands gr??ter Handelskonzern Metro will seine Marktposition in der Türkei deutlich ausbauen. Bis Ende 2012 plant der Handelsriese 24 Neuer?ffnungen von Gro?handelsm?rkten, Real-Filialen und Elektronikm?rkten (Media Markt, Saturn) in dem Boomland am Bosporus. “Die Türkei z?hlt damit eindeutig zu den wichtigsten Wachstumsm?rkten der Metro Group”, sagte Konzernvorstand Joel Saveuse in Istanbul.

Seit 2007 steigerte der Handelskonzern seine Ums?tze in der Türkei j?hrlich um knapp 20 Prozent auf zuletzt 1,7 Milliarden Euro. Diese Wachstumsraten peile das Unternehmen auch künftig an, sagte Saveuse.

dapd

Aktie des Tages: Leica

Solms (dapd). Der Kamerahersteller Leica ist auf dem Weg zu neuen Rekorden. Nach einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Betriebsergebnis im ersten Gesch?ftshalbjahr hob der Unternehmensvorstand am Montag in Solms seine Prognose für das am 31. M?rz 2012 endende Gesamtjahr deutlich an. Nach dem Einstieg des Finanzinvestors Blackstone soll der legend?re Kamerahersteller von der B?rse genommen werden.

Wie Leica in einer Pflichtmitteilung für die B?rse berichtete, stieg nach vorl?ufigen Berechnungen der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Gesch?ftsjahres um 27,9 Prozent im Vorjahresvergleich auf 141,7 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs sogar um 138,6 Prozent auf 33,1 Millionen Euro.

Genauere Zahlen will Leica am 10. November vorlegen. Der Vorstand hob “aufgrund der au?erordentlich guten Entwicklung im ersten Halbjahr” seine Prognosen für das laufende Gesch?ftsjahr dramatisch an: Der Umsatz soll nach den Worten von Finanzvorstand Andreas Lobej?ger nun um mindestens zehn Prozent wachsen. Bisher hatte das Unternehmen ein Plus von nur drei bis fünf Prozent vorausgesagt. Das Ebit, das bislang bei über 20 Millionen Euro angesetzt war, soll nach der neuen Prognose 20 Prozent über dem Vorjahreswert von 41,5 Millionen Euro liegen.

Die positive Gesch?ftsentwicklung zeige, “dass es für Leica die richtige Entscheidung war, auf neue, innovative Produkte zu setzen und nunmehr mit einem kompletten, vollst?ndig digitalen Kameraportfolio am Markt zu sein”, erkl?rte Vorstandschef Alfred Schopf.

Der weltberühmte Kamerahersteller war beinahe in die Pleite gerutscht, nachdem er den Wandel zur Digitaltechnik verschlafen hatte. Zur Rettung kam der ?sterreichische Investor Andreas Kaufmann. Der will nun nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors Blackstone die Leica Camera AG wieder von der B?rse nehmen.

Blackstone hatte Mitte Oktober die übernahme von 43,9 Prozent der Leica-Anteile bekanntgegeben, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbeh?rden. 53,5 Prozent der Aktien blieben demnach bei den Brüdern Kaufmann und deren Investmentfirma ACM Projektentwicklung.

Kaufmann teilte am Freitag mit, er wolle die Besitzer der restlichen 2,44 Prozent der Stimmrechte bis sp?testens April 2012 gegen eine entsprechende Abfindung aus dem Unternehmen dr?ngen. Dann soll Leica von der B?rse genommen werden. Kaufmann begründete den angestrebten Squeeze-out damit, dass mit dem Einstieg von Blackstone “eine Finanzierung von Leica über den Kapitalmarkt künftig nicht mehr notwendig” sei. Zudem verringere der Rückzug von der B?rse die Kosten im Unternehmen, weil keine Hauptversammlungen mehr einberufen und Quartalsberichte erstellt werden müssten.

dapd

Aktie des Tages: Linde

München (dapd). Der Gasehersteller Linde sieht sich auch bei einer Konjunkturabschw?chung 2012 auf stabilem Wachstumskurs. Die weiter steigende Nachfrage vor allem in Asien und Südamerika werde dieses Jahr und wahrscheinlich auch n?chstes Jahr für mehr Umsatz und Gewinn sorgen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle am Freitag in München.

In den ersten neun Monaten 2011 wuchs der Umsatz um 8,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis stieg um 10 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und der Gewinn nach Steuern sogar um 21 Prozent auf 903 Millionen Euro. “Wir sind weiterhin gut unterwegs und k?nnen deshalb unseren Ausblick best?tigen”, sagte Reitzle.

Die Nachfrage nach Industriegasen und neuen Anlagen dürfte in n?chster Zeit nicht mehr so rasant wachsen, sondern in Wellen auf einen normaleren Wachstumspfad einschwenken. Die langfristigen Trends seien intakt, der Bedarf an Energie und umweltfreundlicher Technik steige weltweit, und die Auftragsbücher seien voll. “Es gibt kein Anzeichen, dass wir in eine Rezession laufen”, sagte Reitzle und kritisierte das “mediale Krisengerede”.

Linde sei auf gutem Weg, von 2009 bis 2012 bis zu 800 Millionen Euro Kosten einzusparen. Das sei ein wesentlicher Grund für das bessere Ergebnis. Als weltweit produzierender Hersteller von Gasen für die Lebensmittel-, Chemie-, Erd?l-, Stahl-, Elektronik- und Solarindustrie sowie für die Medizin sei Linde zudem sehr stabil gegenüber Konjunkturschwankungen auf einzelnen M?rkten. Dank des Wachstums in den Schwellenl?ndern und im Energie- und Umweltgesch?ft strebe Linde für das Jahr 2014 weiterhin “ein operatives Konzernergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an”, sagte Reitzle.

Im Gesch?ftsbereich Gase stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um neun Prozent und das Ergebnis um zehn Prozent. Treiber waren China, Indien und Südamerika, aber auch Europa und die USA legten deutlich zu. Auch im n?chsten Jahr erwartet Reitzle starkes Wachstum in China und Brasilien und noch moderates Wachstum in Europa.

Im Anlagenbau stieg der Umsatz um sechs Prozent und der Auftragseingang um neun Prozent. Die H?lfte der Bestellungen kam aus Asien. Das Ergebnis von Januar bis September stieg um 16 Prozent. Die intakten Trends und das dicke Auftragspolster seien “eine gute Grundlage für eine solide Gesch?ftsentwicklung in den kommenden zwei Jahren”, sagte Reitzle.

Die B?rse reagierte positiv. Der Aktienkurs legte bis zum Mittag gut zwei Prozent zu.

dapd