London (dapd). Der Touristikkonzern TUI Travel hat im Gesch?ftsjahr 2010/11 dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld getrotzt und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auf bereinigter operativer Basis erzielte der zur TUI AG geh?rende Reiseveranstalter mit 471 Millionen Pfund (548 Millionen Euro) so viel wie noch nie – und setzt sich damit deutlich von seinem schw?chelnden Konkurrenten Thomas Cook ab.
Der Nettogewinn des an der Londoner B?rse notierten Branchenprimus betrug 85 Millionen Pfund nach einem Verlust von 123 Millionen Pfund im vergangenen Jahr, als eine Vulkanaschewolke über Europa den Reiseverkehr lahmgelegt und TUI Travel (Other OTC: TTVLF.PK – Nachrichten) damit das Ergebnis verdorben hatte. Der Umsatz verbesserte sich um neun Prozent auf 14,7 Milliarden Pfund. Die Aktion?re sollen von dem gutem Ergebnis profitieren: Sie erhalten eine um drei Prozent h?here Dividende von 11,3 Pence.
Die Touristikbranche hat derzeit mit Problemen zu k?mpfen: Die Verschuldungsmisere einer ganzen Reihe europ?ischer Staaten sowie anhaltende Unruhen in Nordafrika lasten auf den Gesch?ften. Insbesondere die deutschen und franz?sischen Urlauber nehmen Abstand von beliebten Reisezielen wie ?gypten. Das trifft vor allem das Gesch?ft mit Pauschalreisen.
TUI hat sich offenbar am besten darauf eingestellt: Der Konzern setzt vermehrt auf individuell zusammenstellbare Reisebausteine und exklusive Angebote, für die der Veranstalter mehr Geld verlangen kann. Der Onlinevertrieb wurde gest?rkt, die Vertriebskosten damit gesenkt. Zudem wurde das Unternehmen deutlich flexibler und kann seine Kapazit?ten schnell an sich ver?ndernde Rahmenbedingungen anpassen.
TUI Travel profitiert nach Aussagen von Unternehmenschef Peter Long auch von den Problemen des Konkurrenten Thomas Cook. Die frühere Tochter des mittlerweile pleitegegangenen Handelskonzerns Arcandor hatte Ende November wegen schlecht laufender Gesch?fte drohende finanzielle Probleme ?ffentlich gemacht und damit bei den Urlaubern m?glicherweise Vertrauen verspielt.
dapd
